„Little Early Bird“ im Unterricht - ein Erfahrungsbericht

von Renate von Osten

Birdie, Birdie“- nicht die Lehrerin wird hier so freudig begrüßt, sondern die Handpuppe namens Birdie. Birdie gehört zum Lehrwerk Little Early Bird vom Finken-Verlag und ist – meiner Meinung nach – der Hit!  Birdie versteht und spricht nur Englisch – für die Kinder der Anreiz zur wirklichen Kommunikation. An der Hand der Lehrerin wird Birdie zu einem realen Lebewesen mit Gefühlen und Stimmungen. Die Englischstunde beginnt mit dem warming up-Ritual: mit Birdies Stimmungsbarometer an der Tafel fragt die Lehrkraft zuerst Birdie nach seinem Befinden: How are you, Birdie? Die Handpuppe antwortet je nach Befinden: „I’m fine!“ / „So so!“ / „I feel bad!“ Dann fragt Birdie ein Kind: „And how are you?“ und das chain-interview beginnt. freudig begrüßt, sondern die Handpuppe namens Birdie. Birdie gehört zum Lehrwerk Little Early Bird vom Finken-Verlag und ist – meiner Meinung nach – der Hit!
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Birdie: How are you?

Birdie führt die Kinder durch den Englischunterricht, motiviert sie zum Mitsprechen, Nachsprechen und schnell auch zu Minidialogen. Innerhalb des Programms ist Birdie in die Handlung einbezogen – als Helfer, Tippgeber und Sprachvorbild. Und: Birdie hat die außergewöhnliche Fähigkeit, auch schüchterne Schüler zum Sprechen zu bewegen.Alle meine Schüler entwickeln eine emotionale Bindung an diese Handpuppe, sie wollen sie unbedingt auch einmal halten, sie streicheln und sie beschenken. 

Little Early Bird ist konzipiert für das 1. und 2. Lernjahr des Englischunterrichts. Ich habe bereits in der 1. und 2. Klasse damit unterrichtet – die Kinder und ich waren gleichermaßen begeistert. Im Moment arbeite ich in einer 3. bilingualen (deutsch-italienisch) Klasse damit, für die es die erste Begegnung mit der englischen Sprache ist. Obwohl die Kinder schon etwas „älter“ sind, so tut dies der Begeisterung keinen Abbruch.

Die Schüler wollen Birdie!

In allen Themen taucht Birdie auf, ob als Rapper in „I speak English – cool!“ oder „One, two, three ...“(number rap). Zum Thema „Toys“ stellt Birdie sein Lieblingsspielzeug vor und bei „Clothes“ trägt er im Sommer auch gern einmal eine Sonnenbrille und setzt im Winter einen „woolly hat“ auf. Der absolute Höhepunkt war Birdie als Halloween-Vampir:

Birdie, the vampire

Neben dem Little Early Bird Starter „KID“ gibt es fünf weitere Themenpakete: School, That’s Me, Me and my family, Animals und Throughout the year, die je nach Bedarf mit einbezogen werden können. So habe ich zum Beispiel aus „School“ das Thema „School things“ schon im 1. Lernjahr unterrichtet, weil die Kinder unbedingt wissen wollten, wie Bleistift oder Tafel auf Englisch heißt. Im Oktober zu Halloween passt auch wunderbar „Gary the school ghost“.

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Zum Thema „Body“ (aus „That’s me“) lernen die Kinder nicht nur die menschlichen Körperteile, sondern nebenbei auch Birdie’s beak, wings and feathers.

Die Themenhandbücher sind so aufgebaut, dass jeder Englischlehrer (auch diejenigen, die es länger nicht unterrichtet haben oder neu an der Schule sind) sofort damit arbeiten können.

Jedes Thema wird auf einer Doppelseite präsentiert, wobei auf der linken Seite die Ziele, die Kompetenzbereiche, der Wortschatz und die Redemittel stehen und auf der rechten Seite das dazugehörende Arbeitsblatt als Kopiervorlage.Zu  jedem Themenpaket gehören außerdem eine CD mit Liedern und Stories, ein Erzählposter, Overheadfolien, Flashcards und Storycards. Was habe ich in meiner langjährigen Arbeit als Lehrerin Flashcards gemalt, geklebt und laminiert! Hier ist alles vorhanden, und zwar kindgerecht und animierend gezeichnet.

So, nach dieser Lobpreisung  wird es aber nun Zeit für kritische Töne! Die insgesamt sechs Themenpakete von Little Early Bird beinhalten so viel Material, das in zwei Schuljahren mit je einer Wochenstunde Englisch (wie hier in Hamburg) absolut nicht zu schaffen ist. Der Lehrer steht also vor der schwerwiegenden Frage: Was lasse ich weg? – Das Gute daran: Ich kann die Inhalte sehr genau auf meine Lerngruppe und deren Interessen zuschneiden und garantiert ist: meine Schülerinnen und Schüler erreichen die geforderten Kompetenzen.Und die zweite Frage ist: Was mache ich danach, in der 3. und 4. Klasse? Die Schüler wollen Birdie!

Aber da hat der Finken-Verlag auch eine Antwort: Early Bird 3/ 4 führt das Konzept auf höherem Niveau weiter. Ich bin schon gespannt!

Renate von Ostenist Lehrerin an einer Grundschule in Hamburg.
© Finken-Verlag, 2011
Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Jede Nutzung in anderen als den gesetzlich zugelassenen Fällen bedarf der vorherigen schriftlichen Einwilligung des Verlags.Die Bilder wurden uns von der Autorin zur Verfügung gestellt. Mehr Informationen zu den Lehrwerken Little Early Bird 1/ 2 und Early Bird 3/ 4finden Sie hier: Little Early Bird 1/2"     Little Early Bird 3/4"
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